Hier entsteht Schritt für Schritt eine umfangreiche Beschreibung unserer Permakultur mit ihren Elementen. So, dass man die Elemente auch nachbauen kann. Da ich aber lieber im Garten als im Internet bin kann es eine Weile dauern, bis die Seite richtig fertig ist.

 

Unsere Permakultur

Dazu gehört, sozusagen als Herzstück, ein 100 x pi qm großer, runder Gemüsegarten, mit einem Eisenpfahl auf dem eine Metallelfe steckt. Der Pfahl ist natürlich nicht nur Symbol für den „Fairies‘ Garden“ sondern dient dem Zweck, im Sommer unser Bohnentipi zusammenzuhalten.

Aus unserer Erfahrung heraus haben wir uns entschieden, keine direkten Mischkulturen mehr zu verwenden, sondern, wie auch in der Natur üblich, kleinflächige Beete anzulegen, auf denen jeweils, mit wenigen Ausnahmen nur eine Gemüseart wächst. Dabei achten wir trotzdem auf gute Nachbarschaft zwischen den einzelnen Arten.  Wenn der ganze Garten in diese kleinen Parzellen aufgeteilt ist kommen wir auf 97 Einzelbeete. Allerdings sind im Allgemeinen für bestimmte Kulturen, wie Kürbisse und spezielle Kartoffelsorten auch mal mehrere Beete zusammengefasst.  Flächen, die gerade nicht bewirtschaftet werden, sind derzeit mit gebrauchter Silofolie abgedeckt, da der Garten auch im 5ten Jahr seiner Existenz, noch viele Quecken- und Brennesselwurzeln enthält. Ziel ist ihn innerhalb einiger Jahre so weit zu haben, dass nur noch eine dicke Mulchschicht notwendig ist, um unbewirtschaftete Flächen jeweils bis zur Bepflanzung zu bedecken.  Die bepflanzten Beete sind ebenfalls mit organischen Abfällen gemulcht. Die meisten Zäune bestehen aus recycelten Paletten.

 

Ausrangierte Silofolie ist auch das Mittel der Wahl, um neue Flächen außerhalb des Hauptgartens für Kartoffeln, Getreide und Anderes urbar zu machen, gleichzeitig interessante Kartoffelsorten zu testen  sowie Terra Preta zu erzeugen. Dazu bedecken wir das urbar zu machende Stück mit Silofolie. Darauf kommen alte Autoreifen. In jeden 2 Schaufeln Komposterde, darauf je 3 Kartoffeln pro Reifen. Abgedeckt werden die Kartoffeln mit halbfertigem Kompost. Wenn sie anfangen zu wachsen wird immer wieder organisches Material (Rasenschnitt, ausgerupftes Unkraut, Gemüseabfälle, Kaffeesatz) angefüllt und Holzkohlereste vom Grillen und Lagerfeuer sowie Grillasche dazu gegeben, sodass immer nur die Blätter rausgucken. Nach einiger Zeit wird jeweils ein zweiter Reifen aufgesetzt und ebenso befüllt. Unter der Silofolie verrotten Gras und Wurzelunkräuter und hinterlassen eine saubere Fläche in die im nächsten Jahr erstmal Kartoffeln gepflanzt werden, die gründlich meist mit kompostiertem Pferdedung und Rasenschnitt gemulcht werden. Dadurch entsteht ein guter nährstoffreicher und lockerer Boden, der dann beliebig weiter bearbeitet werden kann, wie zum Beispiel für den Anbau von Getreide oder für Sonderkulturen. Im ersten Jahr, wenn die Folie noch drauf liegt, ernten wir aus den Reifentürmen viele tolle Kartoffelsorten in allen Farben und aus Grill und Gartenabfällen entsteht Terra Preta die berühmte fruchtbare schwarze Komposterde der Inka.

Auf unserem Grundstück befinden sich außerdem viele Wild und Kulturobststräucher- und Bäume, darunter ein verwunschenes Wäldchen aus Pflaumenbäumen, welches fast nur zur Erntezeit betreten wird und vielen Vögeln und Kleintieren ein Zuhause bietet.

An der Südwand des Hauses gibt es einen Weinstock, Kiwibeeren und Weinbergpfirsiche als Kletter-bzw Spalierobst, sowie eine mediterrane Wollmispel und Rosmarinsträucher. Ziel ist, die Südseite in einen mediterranen (Kübel)Garten zu verwandeln. Dort gibt es auch ein großes Gartenbett und eine Kräuterspirale.

An der Westseite, auf der ebenen Platte vor der Küchentür befindet sich ein mobiler Küchenkräutergarten in Töpfen, durchsetzt mit einigen Zierpflanzen. So können die Pflanzengefäße im Herbst und Frühling je nach ihren verschiedenen Temperaturansprüchen, beliebig rein und raus geräumt werden.

Die Fläche dient auch als nach außen verlagerter Küchenarbeitsbereich fürs „Grobe“. Dort wird Gemüse geputzt, Saft gekeltert, Sauerkraut gestampft, Fisch und Geflügel ausgenommen etc. Auch gemütlich Kaffee trinken, Grillen oder zu Abend essen kann man dort. In Planung ist dort ein mobiler Gasherd und eine Spüle.

Geht man von dort in Richtung Gemüsegarten/Obstwiese findet man in einem kleinen Ahorn- und Pappelwäldchen unseren Pilzgarten, die Bienenkästen und ein kleines rundes Geflügelhock, das wir für kükenführende Glucken, Enten oder Gänse benutzen, bis die Kleinen groß genug fürs „wirkliche Leben“ sind. Dahinter befindet sich der Holzplatz, der zur Lagerung und zum Zerkleinern von Brennholz und Abfallholz dient.

Neben den vielen Pflanzen haben wir nämlich auch verschiedenes Federvieh, Hühner, Enten und Gänse, die in ihren z.T. ebenfalls runden Hocks zwischen den anderen Flächen verteilt leben und der Eier und Fleischproduktion dienen.

Die typische permakulturelle Zonierung geht bei uns nur eingeschränkt, weil ums Haus viele große Bäume und Sträucher zwecks Windschutz stehen und es deswegen nicht möglich ist, dort Gemüse anzubauen.

Zur Permakultur gehört für uns auch, Zivilisationsabfälle zu verwerten. Wir bauen viele Dinge, vor allem aber Zäune aus Paletten, z.T. mit Weidenzweigen beflochten. wir bauen Spaliere etc. mit alten Dachlatten aus Abriss, verwerten zig alte Autoreifen zu allen möglichen Zwecken. Sei es für die o.G. Kartoffeltürne, als Behälter für unsere Pilzkulturen, als Brutnester etc. In unseren beiden Gewächhäusern kommen alte Holz und Pappkisten, sowie kleinere durchlöcherte Plastikschachteln als Anzuchtgefäße zum Einsatz, sowie alte Verpackungen aus klarer Plastik(Noppen)Folie als Frostschutz. In leeren, an Paletten aufgehängten, Konservendosen auf der Platte vor der Westertür ziehen wir Schnittsalat, Rucola, Senfkohl, Petersilie und Ähnliches, für die schnelle Verwendung in der Küche ohne dafür in den Gemüsegarten laufen zu müssen.