Sicherlich fällt ihnen schon von der Strasse aus auf, das bei uns „irgendwas anders“ ist.Wenn sie durch das Tor treten, das aus Treibholz gemacht ist, kommen Sie in eine andere Welt in der die Natur mehr zu sagen hat als „der Mensch“. Viele unserer Besucher empfinden allein die Anwesenheit bei uns beruhigend und entspannend.

Was genau ist es denn nun, das anders ist ?
Wir überlassende der Natur die Grundgestaltung und greifen nur teilweise ein. Zwischen den einzelnen „Nutzflächen“ gibt es immer wieder unberührte Bereiche, Bäume, Teiche, Hecken, Wildwuchs in denen eine Vielzahl Vögel, Kleinsäuger und Insekten zu Hause ist. Unser Haus ist von allen Seiten mit Kletterpflanzen bewachsen, besonders auffällig ist sicher das dicke Polster aus Efeu, welches die Nordseite vollständig bedeckt.

An der Westseite befinden sich Kletterosen und eine Wisteria, die Südwand ist von 2 Weinstöcken, Rosen, Arguten und einem, bisher noch kleinen, Spalierpfirsichbaum bedeckt. Selbst in der Stallgasse , im Osten wächst eine nordische Mehlbeere als Spalierbaum.
Teile des Grundstück im Osten sind derzeit noch nicht „erschlossen“, dort befindet sich ein alter Schuppen und ein vom Sturm abgerissener alter Melkstall, die darauf warten in den nächsten Jahren einer anderen, schöneren Nutzung zugeführt zu werden.Da man dort nicht mit „schweren Gerät“ ranfahren kann , dauert es schon seine Zeit bis es da vorzeigbar wird.
Wir verwenden viele recycelte Baustoffe und andere Alt- oder Naturmaterialien auf unserem Grundstück. Zäune sind aus Paletten, Weidengeflecht oder Treibholz, Hochbeete aus Autoreifen und alten Blechtonnen, wir verwenden alte Fischernetze,

Abrissholz, gebrauchte Silofolien, Blechdosen etc. um so nachhaltig wie möglich zu arbeiten. Wobei der Weg das Ziel ist und wir keinerlei radikalen Methoden und Glaubensrichtungen folgen. Wir wählen jeweils den aktuell ökologischsten und machbarsten Weg. z.b sind gebrauchte Silofolien zwar „Plastik“ und somit kein ökologischer Werkstoff, sie sind jedoch die einfachste Methode, neue Flächen urbar zu machen ohne dabei Spritzmittel oder schweres Gerät benutzen zu müssen, oder mehr Zeit als wir haben einbringen zu müssen.
In vielen Dingen benutzen wir die Erkenntnisse der Permakultur, aber nicht überall. Von der typischen Zonierung haben wir Abstand genommen da die Sturmsicherheit unseres Hauses uns wichtiger ist, als die Nähe des Nutzgartens. Demzufolge ist die unmittelbare Umgebung des Wohnhauses mit Hecken und Bäumen umstanden, die keinen Raum für „Gemüseflächen“ lassen, der große runde Gemüsegarten befindet sich relativ weit vom Haus entfernt, im Norden des Grundstücks, wo auch die naturnahe Geflügelhaltung angesiedelt ist.

Unser Wassergeflügel hat einen Teich zur Verfügung, Hühner und Puten leben die meiste Zeit in waldartigen Hocks mit Bäumen und Sträuchern, wie es ihrem natürlichen Lebensraum entspricht. Zuweilen werden unsere (Mast- und Lege-)Hühner auch auf eingezäunte Freiflächen gelassen, die sie von ihrer Vegetation befreien sollen ,damit wir sie im folgenden Jahr zum Anbau von Kartoffeln und Kürbis benutzen können.
Da wir unsere Kulturen ständig weiterentwickeln, findet man fast immer irgendwo „Baustellen“ an denen etwas neues entsteht, oder die Natur von sich aus etwas umgestaltet hat, das wir dann aufnehmen und mitgestalten. Zum Beispiel ist unsere „Arbeitslaube“ im Südgarten dadurch entstanden, dass ein Tornado 2014 ein ziemliches Chaos aus Drahtgeflecht und Schlingknöterich angerichtet hat, das wir nicht entfernen konnten, aber uns darin „einrichten“. Diese „Hand in Hand“ Gestaltung mit natürlichen Bedingungen zieht sich über unsere gesamtes Grundstück. Besucher merken auch, dass sie auf eine spezielle Art und Weise auch das innere unseres Hauses mitbestimmt.

Dort gibt es ebenfalls viele recycling und Naturmaterialien. Wir heizen ausschließlich mit Holzöfen, die wir auch zum kochen und Backen verwenden. Es gibt aber auch einen Gasherd.

Innen und außen gibt es auch viele kleine „Kunstwerke“
die unseren spirituellen, heidnischen Bezug zur Natur deutlich werden lassen.